Balla kam aus einem großen Tierheim südlich von Ungarn, zusammen mit Börni und Dalia, die leider beide schon über die Regenbogenbrücke gegangen sind. Ursprünglich war geplant, dass Börni und Dalia einen Gnadenplatz bei uns bekommen und Balla auf Pflege zu nehmen, bis er ein Zuhause gefunden hat. Den Namen „Balla“ fanden wir furchtbar, aber wir wollten ihn nicht ändern, da er ja ein neues Zuhause finden sollte. Doch es kam anders… Nach einem gescheiterten Adoptionsversuch entschieden wir uns, ihn zu behalten.
Pumi-Hunde oder deren Mischlinge sind nicht immer einfach zu führen. Sie sind äußerst intelligent, arbeitsfreudig und, so wie ich ihn kenne, auch sehr mutig – er scheut keinen Kampf. Diese Rasse wird auch als Hütehunde eingesetzt. Wer schon über Merlin gelesen hat, weiß, dass Balla und Merlin in ihrer Jugend oft aneinandergeraten sind. Häufig mussten wir wegen Verletzungen in die Klinik, was uns sehr unangenehm war. Heute ist das jedoch nebensächlich, denn er ist ruhiger geworden und zum Glück gibt es keine Beißereien mehr mit Merlin.
Balla ist ein äußerst treuer und ergebener Hund, und ich schätze ihn sehr auf seine eigene Art. Ich bin mir sicher, dass er ohne zu zögern für mich kämpfen würde. Diese Treue ist ein wunderschöner Charakterzug von ihm. Zwar hat seine Schönheit im Laufe der Jahre nachgelassen, aber das spielt keine Rolle – schließlich zählen heute ganz andere Werte. Das Foto unten zeigt ihn in seinen jüngeren Jahren, als er wirklich süß war. Trotz seiner charmanten Art wollte ihn damals niemand adoptieren, und er verbrachte viele Jahre im Tierheim.
Balla begleitet mich nach wie vor gerne auf Touren mit dem E-Scooter und ist noch topfit! Er hat eine Freundin, nämlich Trixi. Allerdings muss ich hier etwas korrigieren: Trixi belagert Balla oft, und er kann dagegen nichts unternehmen. Ganz selten knurrt er sie an, und das passiert nur, wenn es ihm wirklich zu viel wird. Manchmal kann er keinen Schritt mehr machen, ohne dass Trixi ihn quasi in Schach hält. Es ist amüsant, dieses Schauspiel zu beobachten. Oft, wenn wir bereits von der großen Weide zurückgekehrt sind, sitzen die beiden noch nebeneinander, hören zwar mein Rufen, ignorieren es jedoch völlig – sehr zu meinem Ärger.
Ballas Zähne wurden saniert, ein paar mussten gezogen werden, aber abgesehen davon ist er wirklich noch in guter Verfassung. Ich bin mir sicher, dass er noch viele Jahre bei uns leben darf, und es wäre schön, wenn er eine Patenschaft bekommen würde.
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