Oliv und Asha wurden am selben Tag auf der Strasse gefunden, allerdings an unterschiedlichen Orten. Alles deutet darauf hin, dass sie ausgesetzt wurden. Leider bekommt das Tierheim Bogáncs immer wieder Huskys oder Malamutes. Es sind wunderschöne Hunde, aber sie sind auch anspruchsvoll und nicht ganz einfach zu halten.
Als ich die beiden zum ersten Mal sah, habe ich mich sofort in sie verliebt. Gleichzeitig hatte ich auch Zweifel, denn ich hatte zuvor noch nie Huskys gehabt und wusste nicht, ob ich ihren Bedürfnissen wirklich gerecht werden kann.
Leider konnte ich sie nicht sofort zu mir holen, weil ich kein geeignetes Gehege hatte. Für Huskys muss es wirklich gut gesichert sein – sie sind wahre Ausbruchskünstler. Also mussten wir zuerst ein passendes Gehege bauen, möglichst ausbruchsicher. Dadurch vergingen nochmals etwa drei Monate.
Mir tat der Gedanke weh, dass sie in diesem jungen Alter im Tierheim aufwachsen müssen. So kam es schließlich, dass die beiden mit etwa acht Monaten zu mir gezogen sind. Davor hatten sie sicher ungefähr vier Monate im Tierheim verbracht – wo sie die ersten vier Monate ihres Lebens waren, weiß niemand.
Oliv und Asha sind die einzigen Hunde, die bei mir draußen leben. Alle anderen dürfen ins Haus. Die beiden haben ein schönes, großes Gehege bekommen, dort wo auch unsere Außenküche steht.
Sie lieben sich sehr, und ich würde sie niemals trennen. Mit den anderen Hunden kommen sie grundsätzlich gut zurecht, aber sie haben enorm viel Energie und Kraft. Deshalb muss ich immer gut aufpassen, wenn alle zusammen sind.
Von diesen beiden habe ich unglaublich viel über Hunde gelernt. Ihre Hundesprache ist sehr klar und direkt. Sie fackeln nicht lange herum – wenn etwas geklärt werden muss, dann wird das deutlich gemacht und die Rangordnung ist schnell geregelt.
Ich freue mich sehr, dass ich ihnen so viel Platz und Auslauf bieten kann. Sie können rennen, toben und einfach Hund sein.
Mit den beiden fahre ich auch E-Scooter. Insgesamt nehme ich dabei sechs Hunde gleichzeitig mit. Asha läuft am liebsten vorne und legt sich richtig ins Zeug. Oliv hingegen hat überhaupt kein Interesse daran, vorne zu laufen – sie trabt ganz gemütlich links neben mir an lockerer Leine. Die beiden sind also sehr unterschiedlich.
Ich liebe diese Ausfahrten mit der Gruppe durch die Weiten Ungarns.
Auch beim Fressen sind sie ganz typisch Husky: nicht wählerisch und sehr schnell. Das Futter wird regelrecht hinuntergeschlungen – da wird kaum gekaut. In mancher Hinsicht sind sie einfach ein bisschen ursprünglicher und anders als meine anderen Hunde.
Inzwischen sind die beiden wunderschöne, beeindruckende Hunde geworden.
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich für Oliv und Asha eine Patenschaft finden könnte. Die beiden bekommen tatsächlich am meisten Futter von all meinen Hunden.
Vielleicht hat ja jemand Lust, die beiden oder eine auf ihrem Weg zu begleiten. Dann dürfte ich monatlich von ihnen berichten und Fotos und Videos schicken.