Tigi, die auf dem Foto links zu sehen ist, stammt aus einem großen bulgarischen Tierheim. Sie war etwa zwei Jahre alt, ganz dünn, zart und fein, als sie zusammen mit Lizzy, Joscha und Troya (die leider bereits über die Regenbogenbrücke gegangen ist) zu uns reisen durfte. Das Besondere an ihrer Geschichte ist, dass das Tierheim (Bulgarien) etwa 200 Hunde versorgt. Damals haben Pasquale und ich beschlossen, noch einen weiteren Hund auszuwählen, der zu uns kommen darf. Wir schauten unabhängig voneinander auf der Webseite des Tierheims nach, und überraschenderweise wählten wir beide den gleichen Hund – Tigi. Das war wirklich etwas ganz Besonderes.
Tigi ist die sanfteste Hündin, die ich kenne. Ihr wurde der Name Gretchen gegeben, aber für mich war es unmöglich, einen Hund „Gretchen“ zu rufen. Da sie ein getigertes Fell hat, kamen wir auf den jetzigen Namen.
Zu Beginn war es sehr schwierig mit ihr, denn sie traute sich kaum etwas. Am liebsten wäre sie unsichtbar gewesen, ständig musste sie urinieren, so unterwürfig und ängstlich war sie. Lange Zeit ging das so, und zum Glück hatten wir 2018 noch nicht so viele Hunde wie heute, denn ich weiß nicht, ob ich das sonst so lange hätte aushalten können. Die Waschmaschine war ständig im Einsatz. Doch irgendwann begriff sie, dass ihr niemand etwas Böses wollte, und trotz der anfänglichen Schwierigkeiten entwickelte sie sich gut. Tigi ist und bleibt eine sehr schöne Hündin. Sie hat einen großen Brustkasten und kann rennen wie der Wind. Heute ist sie nicht mehr ganz so schnell, aber ihr Gang ist immer noch sehr elegant. Unverkennbar trägt sie Windhundgene in sich. Im Pass steht „Saluki-Mischling“.
Tigi ist wirklich eine liebe Hündin. Obwohl sie sicher nie Welpen hatte, besitzt sie einen ausgeprägten Mutterinstinkt. Im Körbchen legen sich die kleineren Hunde gerne zu ihr. In der großen Hundegruppe verströmt sie eine ruhige und ausgeglichene Energie und ist nie anwesend, wenn es irgendwo zu Konflikten kommt.
Wenn wir E-Scooter fahren oder spazieren gehen, hat sie mit Abstand die beste Nase. Sie riecht das Wild am schnellsten und beginnt dann leicht zu winseln. Leider kann ich sie nicht frei laufen lassen, sonst wäre sie sofort weg.
Wer hätte Freude daran, mehr über Tigi zu erfahren und würde eine Patenschaft übernehmen? Gerne halte ich euch monatlich mit Berichten, Fotos und Videos auf dem Laufenden, damit ihr an ihrem Leben teilhaben könnt.