Das ist eine traurige Geschichte.
Elly wurde von der Straße aufgelesen – völlig abgemagert. So einen dünnen Hund hatte ich zuvor noch nie in Wirklichkeit gesehen, nur auf Bildern. Es war erschütternd.
Sie kam ins Tierheim Bogancs. Die Tierheimleiterin Erika war hin- und hergerissen und meinte, man sollte vielleicht darüber nachdenken, sie zu erlösen. Ihr Zustand war so schlimm. Doch ich wollte es versuchen. Ich wollte ihr eine Chance geben. Und so kam Elly zu uns.
Natürlich brachten wir sie sofort zum Tierarzt. Sie bekam Spezialfutter, wurde versorgt und umsorgt. Wir taten alles, was wir konnten.
Doch das Schlimmste war nicht einmal wie furchtbar dünn sie war, sondern das Schlimmste war, dass der Hund keinen Schlaf und somit keine Erholung fand. Das Hirn war klar geschädigt. Ich kannte zu diesem Zeitpunkt ein solches Verhalten nicht und erfuhr erst später, dass ihr Benehmen auf eine Krankheit im Gehirn zurückzuführen ist. Schrecklich für das betroffene Tier!
Sie legte sich nur für wenige Minuten hin, dann schreckte sie plötzlich hoch, drehte sich im Kreis oder fiel wieder erschöpft zu Boden. Immer wieder. Es war grauenvoll, das mit ansehen zu müssen. Diese innere Unruhe, dieses Getriebensein – sie fand einfach keinen Frieden.
Es war kein schönes Leben hier auf Erden für dich, meine liebe Elly. Und so schwer es auch war – ich bin dankbar, dass du gehen durftest und nun deinen Frieden gefunden hast.
Wir sehen uns wieder.
Irgendwann. 🤍